Wohnhaus San Riemo in München

Farben und Struktur des Wohnblocks San Riemo verbreiten spielerische Leichtigkeit: weißes Wellblech, mintfarbene Aluminiumelemente und über dem Bewohnercafé neben dem Haupteingang eine rosa Markise als Sonnenschutz. Der Wohnungsbau mit 27 Wohnungen und einer Gewerbeeinheit, den Summacumfemmer aus Leipzig und Juliane Greb aus Gent in der Münchner Messestadt Riem errichtet haben, ist das erste Wohnprojekt der 2015 gegründeten Genossenschaft Kooperative Großstadt. Ihre Mitglieder wünschten sich ein Gebäude für vielfältige Formen des Zusammenlebens und ein "atmendes Haus", wie sie es nennen: Die Wohnungen sollen schrumpfen und wachsen können, sich den Lebensumständen ihrer Bewohner immer wieder anpassen. Dafür ist die Betonskelettstruktur in drei Längsachsen organisiert: An den Fassaden markieren Träger und Stützen 14 m² große Achsfelder. Sie sind für die Individualräume vorgesehen. Bewohner und Bewohnerinnen können die Räume individuell einteilen und entscheiden, wo Trockenbauwände zwischen den Stützen eingezogen werden. Elektroinstallationen werden in Leerrohren in den Trägern geführt. Über das Öffnen oder Schließen von Türen können Zimmer an die Nachbarwohnung abgegeben werden. Große Wohnküchen in der mittleren Längsachse sind zugleich Eingangsbereich. An der Westseite ist den Wohnungen eine durchlaufende, unbeheizte Wintergartenschicht vorgelagert, einheitlich mintgrüne Vorhänge sorgen für Sonnenschutz. Von außen scheinen sie durch die transparenten Lichtwellplatten.