Bibliothekserweiterung in München

Um dem gestiegenen Platzbedarf an Regalstellflächen, studentischen Arbeitsplätzen und Räumen für die Verwaltung gerecht zu werden, sollte die Zentralbibliothek der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München erweitert werden. In dem heterogenen Areal am Rand der Maxvorstadt - zwischen diversen Nebengebäuden, Parkplätzen und altem Baumbestand - dockt der Neubau mit einer allseitig umschlossenen Brücke rückseitig an das Bestandsgebäude an. Dem schlichten Kubus liegt eine klare Grundrissstruktur mit durchgehendem Konstruktionsraster zugrunde: Während die Nebenraumzone einen Rücken zum bestehenden Bibliotheks- und Mensagebäude bildet, öffnen sich die Haupträume zur anderen Seite nach Nordwesten: der Lesesaal mit Galerie im obersten Geschoss, darunter zwei Ebenen mit Freihandbereichen und im Erdgeschoss Büros für die Verwaltung. Der Zugang erfolgt über die bestehende Bibliothek. Im 3. Obergeschoss führt der Übergang direkt in den neuen Lesesaal - mit seiner beeindruckenden Raumhöhe, der sichtbaren Betonrippendecke und der großen Fensterfront eindeutig das Herzstück des Erweiterungsbaus.