Museum in Warschau

Von dem Warschauer Ghetto - vor dem Zweiten Weltkrieg ein jüdisches Stadtviertel mit ca. 400 000 Einwohnern - ist heute so gut wie nichts mehr übriggeblieben; nach dem Aufstand von 1943 wurde das Areal dem Erdboden gleichgemacht und in der Nachkriegszeit mit gleichförmiger Plattenarchitektur überbaut. Bisher erinnerte nur das 1948 eingeweihte Denkmal für die Helden des Ghettos auf einer rechteckigen Grünfläche an die düstere Vergangenheit. Nun steht ihm das neue »Museum der Geschichte der polnischen Juden« zur Seite, das die frühere Bedeutung der jüdischen Kultur - vor dem Zweiten Weltkrieg lebten in Polen 3,5 Millionen Juden - ins Gedächtnis rufen will.